Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.


Akkumulation des Kapitals. Arbeitgeber hat soviel Geld, dass er Arbeitnehmer beim Hauskauf überbieten kann und Politiker beeinflussen kann, dass sie nur begrenzt Bauland ausweisen. Der Markt funktioniert nicht mehr.
Wenn sie Aktien haben schon. Haben sie aber meistens nicht, weil ihre Löhne zu niedrig sind. Aber das ist eine andere Rolle.
Der Arbeitgeber hat meist eine AG oder GmbH. Damit trägt er auch nicht die Miese. Er entlässt Mitarbeiter und schrumpft die Firma. Die Mitarbeiter können u.U. Kredite oder Miete nicht bedienen und verlieren ihr Zuhause oder Auto.
Das Risiko für schlechtes Wirtschaften ist erst einmal bei den Angestellten.
was ist denn das hier für ein Zerrbild, wo der Arbeitgeber jetzt gleichzeitig der Lobiierende Immobilienspekulant ist? Was macht der am Wochenende?
Das entspricht einfach nicht der Realität. Deutsche haben viel Vermögen, nur leider in Bar unterm Kopfkissen und auf dem Sparbuch und selten in Unternehmen.
Natürlich, denn sein Unternehmenswert X ist morgen vielleicht X/2 wert. Ist ja ne Gesellschaft mit beschränkter Haftung und nicht eine Gesellschaft ohne jede Haftung. Abgesehen davon müssen natürlich diverse Standards eingehalten werden, wenn man sich “mal eben” gesundschrumpfen will. “LOL wir hatten einen Verlust” reicht hier nicht.
Grundlagen des Kapitalismus. Durch Zinseszinseffekte wandert das Vermögen zur Elite. Sie sucht sich Investitionsmöglichkeiten und hat irgendwann alles aufgekauft und es bleibt nur noch der Besitz der Arbeiter.
Wir sind an dem Punkt, wo Wohnungen nicht mehr bezahlbar sind weil Immobiliengesellschaften alles aufkaufen.
Ja, noch. Die nächste Generation aber nicht mehr so viel. Das Kopfkissen ist in der Tat ein Problem und der Grund, warum Amerikaner trotz niedrigerer Sparquote mehr Vermögen haben.
Das Risiko von Konsequenzen in der Lebensqualität besteht für den Handwerker. Für Billionäre ist es kein Risiko das die Lebensqualität beeinflusst.
Die für Konzerne kein Problem sind. Es trifft dann nicht sozial schwache Arbeiter aber irgendwelche Arbeiter trifft es. Wahrscheinlich Leiharbeiter. Eigentlich am schwächsten, aber legal.
Man merkt, dass du komplett vom amerikanischen Diskurs verdreht bist. Erst mal gibt es nicht einen Billionär, sondern nur Milliardäre. Zweitens arbeiten die meisten eben nicht für Milliardäre, in Deutschland sind die meisten bei KMUs beschäftigt. Und Vermieten tun in Deutschland zu einem reisen Teil private Kleinvermieter und keine Megakonzerne.
Ich kann dich beruhigen, Jeff Bezos kauft deine Wohnung voraussichtlich nicht. Das liest sich alles, als hättest du ne große Hasskappe und bist dir ganz sicher, dass die da oben es auf den armen Arbeiter abgesehen haben. Faktisch haben wir einfach eine extreme Urbanisierungsbewegung gekoppelt mit unfassbaren Trendstädten. Du kannst in Deutschland sehr günstig wohnen, da will nur kaum jemand hin.
Ja. Beeinflusst würde mir allerdings besser gefallen.
Der aktuelle Zustand ist ja auch noch nicht das Endergebnis. Die mittleren Einkommen schrumpfen. Wer soll zukünftig in Wohnungen investieren können?
Ausgangspunkt ist:
Damit muss das Vermögen zur Elite wandern, neben den sowieso laufenden Zinseszinseffekten.
Wenn wir das erhalten wollen, muss die Schere geschlossen werden.
Das ist kein Argument. Wohnen muss auch da günstig sein wo die Leute arbeiten. Neben den entkoppelten Löhnen muss auch noch mehr Miete gezahlt werden. Das Vermögen kann so nur bei wenigen enden, die dadurch demokratiegefährdent viel Macht erhalten.
Muss es eben nicht, wenn die mindestens noch solvente Mittelschicht ihr Geld stattdessen in ETF steckt.
Und war auch in den 2010-21 nicht so, das Median Haushalts Nettovermögen hat sich besser entwickelt, als dass das des 95. Perzentils https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/sozialbericht-2024/553230/vermoegensungleichheit/
Die Schere von was?
Klar ist das ein Argument, und auch in NRW arbeiten genug Leute und du hast in 360° 30 Minuten Fahrtweg unzählige Arbeitsmöglichkeiten / Großstädte. Ist nur einfach unbeliebt, weil nicht so schick.
Auch die sterben irgendwann. Und bislang war es eben nicht der Fall, dass ich das Vermögen immer weiter konzentriert. Siehe Sozialbericht, weiter oben.
Was Blackrock die Stimmrechte schenkt. Machttechnisch keine Lösung.
Milliardäre sind 80-250 in Deutschland. Also einer pro Million. Das 99.999 Perzentil kann ausgeglichen sein und trotzdem wäre die Macht nicht gerecht verteilt.
Produktivität und Löhne
Fakt ist, dass Miete nicht mehr nur 1/3 des Einkommens eines Alleinverdieners kostet.
Und vererben ihr Vermögen. Wir sind kurz vor dem Feudalismus.
Der Zerfall der Mittelschicht ist die andere Seite der Konzentration. Das Thema ist schon mal öfter in den Nachrichten.
Wer bekommt das Geld, wenn die Produktivität aber nicht die Löhne steigen?
Bis 1990 hat der Kapitalismus mit angezogener Handbremse gearbeitet. Wo er jetzt alternativlos ist, wird das Volk ganz andere Verhältnisse erdulden.
Die Milliardäre holen es von oben da die unteren 50% nichts haben. Damit gleichen sich die 5% den 95% an. Das ist die Auflösung der Mittelschicht.
Wenn du diese böse findest, kaufst du halt Amundi oder wen auch immer. Gibt zig Anbieter.
Du hast eine Entwicklung beschrieben, ich hab dir belegt, dass sie so nicht gelaufen ist. Jetzt beschwerst du dich stattdessen über ne Verteilung.
Die bundesdeutsche Einheitsmiete im bundesdeutschen Normgehalt oder was? Und wer sagt, dass das die Norm ist dass das der Alleinverdiener kann? Irgendeine Daum Riegel schnitzen kann ich mir auch. Jedenfalls ist was du beschreibst, nicht so, der deutsche gibt 23 % des Haushaltseinkommens für Energie aus https://de.statista.com/statistik/daten/studie/296783/umfrage/anteil-der-ausgaben-fuer-wohnung-energie-in-deutschland-an-den-konsumausgaben/
Beispielsweise der Staat und die von ihm gebauten Sozialkassen, zuletzt wurden ja zum Beispiel wieder Beiträge erhöht.
Hab ich dir grad schon gezeigt, dass der exakte Median in seinem Vermögen gestiegen ist. Da wird also nichts aufgelöst das ist faktisch falsch.
Ich krieg von dir irgendwie nur Parolen und immer da, wo es konkret wird, wird es faktisch falsch. Was ist da los?
Das ist leider keine öffentliche Quelle. Ich kann nicht sehen, was das genau ist.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten/Tabellen/privater-konsum-EVS-energie-d.html
200 Euro für Energie
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten/Tabellen/privater-konsum-EVS-dezil-proz.html
Wohnen und Energie macht knapp 40% aus.
Schwer zu sagen, ob Benzin dort oder unter Verkehr gebucht wird.
Es kommt darauf an, was die meisten machen.
Wie genau? Du hast zwei Statistiken aufgezeigt die nicht messen, wieviel die Elite an Macht gewinnt.
Was durchlaufende Posten sind und kein Vermögen.
Werden wir sehen wenn wir das sauber zu Ende diskutieren.
Die Schere von Produktivität und Löhnen ist keine Parole.