Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

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    9 days ago

    Damit muss das Vermögen zur Elite wandern, neben den sowieso laufenden Zinseszinseffekten.

    Muss es eben nicht, wenn die mindestens noch solvente Mittelschicht ihr Geld stattdessen in ETF steckt.

    Und war auch in den 2010-21 nicht so, das Median Haushalts Nettovermögen hat sich besser entwickelt, als dass das des 95. Perzentils https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/sozialbericht-2024/553230/vermoegensungleichheit/

    Wenn wir das erhalten wollen, muss die Schere geschlossen werden.

    Die Schere von was?

    Das ist kein Argument. Wohnen muss auch da günstig sein wo die Leute arbeiten.

    Klar ist das ein Argument, und auch in NRW arbeiten genug Leute und du hast in 360° 30 Minuten Fahrtweg unzählige Arbeitsmöglichkeiten / Großstädte. Ist nur einfach unbeliebt, weil nicht so schick.

    Das Vermögen kann so nur bei wenigen enden, die dadurch demokratiegefährdent viel Macht erhalten.

    Auch die sterben irgendwann. Und bislang war es eben nicht der Fall, dass ich das Vermögen immer weiter konzentriert. Siehe Sozialbericht, weiter oben.

    • plyth@feddit.org
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      8 days ago

      solvente Mittelschicht ihr Geld stattdessen in ETF steckt.

      Was Blackrock die Stimmrechte schenkt. Machttechnisch keine Lösung.

      Median Haushalts Nettovermögen hat sich besser entwickelt, als dass das des 95.

      Milliardäre sind 80-250 in Deutschland. Also einer pro Million. Das 99.999 Perzentil kann ausgeglichen sein und trotzdem wäre die Macht nicht gerecht verteilt.

      Die Schere von was?

      Produktivität und Löhne

      du hast in 360° 30 Minuten Fahrtweg unzählige Arbeitsmöglichkeiten / Großstädte

      Fakt ist, dass Miete nicht mehr nur 1/3 des Einkommens eines Alleinverdieners kostet.

      Auch die sterben irgendwann.

      Und vererben ihr Vermögen. Wir sind kurz vor dem Feudalismus.

      Und bislang war es eben nicht der Fall, dass ich das Vermögen immer weiter konzentriert.

      Der Zerfall der Mittelschicht ist die andere Seite der Konzentration. Das Thema ist schon mal öfter in den Nachrichten.

      Wer bekommt das Geld, wenn die Produktivität aber nicht die Löhne steigen?

      Bis 1990 hat der Kapitalismus mit angezogener Handbremse gearbeitet. Wo er jetzt alternativlos ist, wird das Volk ganz andere Verhältnisse erdulden.

      Siehe Sozialbericht, weiter oben.

      Die Milliardäre holen es von oben da die unteren 50% nichts haben. Damit gleichen sich die 5% den 95% an. Das ist die Auflösung der Mittelschicht.