Unabhängig von der Antwort, die du schon hast noch eine Anmerkung.
Hier liegt auch noch ein Kurzschlussgedanke vor:
Also bräuchte man da eigentlich doch wieder eine höhere Energiedichte, die wiederum über Diesel oder Wasserstoff gebracht werden kann.
Energiedichte ist hier gar nicht alleine ausschlaggebend, sondern nur ein Faktor.
Die Effizienz der Energieumwandlung darf nicht vernachlässigt werden. Und zwar letztlich vom Energieträger bis zur kinetischen Energie des Zuges Ich hab keine Zahlen parat, aber afaik ist die Effizienz von Dieselmotoren deutlich schlechter als Elektromotoren (die wirklich extrem gut sind).
Bei Wasserstoffantrieb werden die zwar auch genutzt aber afaik schneiden Brennstoffzellen bei der Energienutzung von Wasserstoff auch noch deutlich schlechter ab, als Akkus ihren Strom verfügbar machen können. (Die Verluste bei der Wasserstoffherstellung und überhaupt die Erzeugungsfrage mal ganz außen vor)
Wobei dann noch dazukommt, dass Akkus ihr Gewicht behalten, die Alternativen aber während der Fahrt Masse emittieren. Und das Gewicht der gesamten Antriebstechnik selbst ist auch zu berücksichtigen.
Also alles in allem ist das Ganze schon noch ein Stück komplexer und lässt sich nicht allein auf die Energiedichte des Energieträgers runterbrechen. Das kann unterm Strich dazu führen, dass man aufgrund der Effizienz und der benötigten Technik weniger Gewicht bei Nutzung einer Technik mit schlechterer Energiedichte mitführen muss, als man bei Verwendung des energiedichteren Treibstoffs bräuchte.
Edit:
Grad nochmal im Artikel gelesen. Der benennt es zumindest für Wasserstoff:
Entlang der gesamten Prozesskette gehen bis zu 70 % der ursprünglichen Energie verloren.
Das ist natürlich ein ordentlicher Verlust. Da ist zwar nun auch die Wasserstoff-Erzeugung im Elektrolyseur eingerechnet, die für die Überlegung hier eher nachrangig ist, und die Betrachtung mehrerer Prozessstufen führt durch Multiplikationseffekte schnell dazu, dass von der Startenergie sehr wenig übrigbleibt. Aber Verluste von 70% bekommt man beispielsweise wenn Elektrolyseur und Brennstoffzelle jeweils 50% bzw. 60% Wirkungsgrad haben. (0.5 * 0.6 = 0.3; 1-0.3=0.7==70%)
Li-Ionen-Akkus beispielsweise bewegen sich eher im Bereich jenseits der 90% Wirkungsgrad. Also die Unterschiede sind hier sehr relevant.
abschweifender Exkurs
aber ich hab es getippt, also lösch ich es nicht mehr.
Wasserstoff ist daher bisher für die kurzfristige Energiespeicherung (und damit für die meisten Mobilitätsfragen) ziemlich unattraktiv. Der ist eher ein Kandidat für saisonale Speicherung, aber vor allem für die stoffliche Nutzung in der chemischen Industrie ist grüner Wasserstoff aus Elektrolyse für den Klimaschutz wichtig. Das klassische Verfahren, die Dampfreformation, ist nämlich von fossilen Energieträgern abhängig.
Und auch in der Stahlindustrie könnte Wasserstoff für die Eisenerzreduktion zukünftig die CO2-intensive Kohle ersetzen.
Grade nach ein paar Tagen nochmal hier reingeguckt und deine Antwort gesehen :)
Ja, du hast Recht, ich habe Züge zu sehr mit LKWs und generell dem Straßenverkehr verglichen, wo die Energiedichte in einem Fahrzeug schon eine relativ wichtige Rolle spielt.
Bei Zügen hat man das weniger, da ist eher die Effizienz der Energiewandlung, wie du gesagt hast, im Vordergrund. Und da schneiden natürlich Elektromotoren sehr viel besser ab, weil man weniger Wandlungsschritte durchlaufen muss, ob man dann da bei Güterzügen noch einen extra Waggon mit Akkus dranhängen müsste, würde da auch nicht mehr so relevant sein.
Aber, wie ich ja jetzt weiß, ist das ohnehin weniger interessant, weil Güterzüge ja von vorneherein (fast) nur mit Oberleitungen fahren.
Die Rolle von Wasserstoff ist definitiv nicht in der kurzfristigen Energiespeicherung, auch da sind die Verluste einfach zu hoch, dennoch haben sie die Energiedichte als Treibstoff, die entweder vergleichbar oder besser als mit Fossilen ist (da kenn ich die Zahlen jedoch nicht) und eignen sich deswegen hervorragend für hochenergetisch industrielle Zwecke.
Danke dir auf jeden Fall nochmal für die Antwort <3
Unabhängig von der Antwort, die du schon hast noch eine Anmerkung.
Hier liegt auch noch ein Kurzschlussgedanke vor:
Energiedichte ist hier gar nicht alleine ausschlaggebend, sondern nur ein Faktor. Die Effizienz der Energieumwandlung darf nicht vernachlässigt werden. Und zwar letztlich vom Energieträger bis zur kinetischen Energie des Zuges Ich hab keine Zahlen parat, aber afaik ist die Effizienz von Dieselmotoren deutlich schlechter als Elektromotoren (die wirklich extrem gut sind). Bei Wasserstoffantrieb werden die zwar auch genutzt aber afaik schneiden Brennstoffzellen bei der Energienutzung von Wasserstoff auch noch deutlich schlechter ab, als Akkus ihren Strom verfügbar machen können. (Die Verluste bei der Wasserstoffherstellung und überhaupt die Erzeugungsfrage mal ganz außen vor)
Wobei dann noch dazukommt, dass Akkus ihr Gewicht behalten, die Alternativen aber während der Fahrt Masse emittieren. Und das Gewicht der gesamten Antriebstechnik selbst ist auch zu berücksichtigen.
Also alles in allem ist das Ganze schon noch ein Stück komplexer und lässt sich nicht allein auf die Energiedichte des Energieträgers runterbrechen. Das kann unterm Strich dazu führen, dass man aufgrund der Effizienz und der benötigten Technik weniger Gewicht bei Nutzung einer Technik mit schlechterer Energiedichte mitführen muss, als man bei Verwendung des energiedichteren Treibstoffs bräuchte.
Edit:
Grad nochmal im Artikel gelesen. Der benennt es zumindest für Wasserstoff:
Das ist natürlich ein ordentlicher Verlust. Da ist zwar nun auch die Wasserstoff-Erzeugung im Elektrolyseur eingerechnet, die für die Überlegung hier eher nachrangig ist, und die Betrachtung mehrerer Prozessstufen führt durch Multiplikationseffekte schnell dazu, dass von der Startenergie sehr wenig übrigbleibt. Aber Verluste von 70% bekommt man beispielsweise wenn Elektrolyseur und Brennstoffzelle jeweils 50% bzw. 60% Wirkungsgrad haben. (0.5 * 0.6 = 0.3; 1-0.3=0.7==70%) Li-Ionen-Akkus beispielsweise bewegen sich eher im Bereich jenseits der 90% Wirkungsgrad. Also die Unterschiede sind hier sehr relevant.
abschweifender Exkurs
aber ich hab es getippt, also lösch ich es nicht mehr.
Wasserstoff ist daher bisher für die kurzfristige Energiespeicherung (und damit für die meisten Mobilitätsfragen) ziemlich unattraktiv. Der ist eher ein Kandidat für saisonale Speicherung, aber vor allem für die stoffliche Nutzung in der chemischen Industrie ist grüner Wasserstoff aus Elektrolyse für den Klimaschutz wichtig. Das klassische Verfahren, die Dampfreformation, ist nämlich von fossilen Energieträgern abhängig.
Und auch in der Stahlindustrie könnte Wasserstoff für die Eisenerzreduktion zukünftig die CO2-intensive Kohle ersetzen.
Grade nach ein paar Tagen nochmal hier reingeguckt und deine Antwort gesehen :)
Ja, du hast Recht, ich habe Züge zu sehr mit LKWs und generell dem Straßenverkehr verglichen, wo die Energiedichte in einem Fahrzeug schon eine relativ wichtige Rolle spielt.
Bei Zügen hat man das weniger, da ist eher die Effizienz der Energiewandlung, wie du gesagt hast, im Vordergrund. Und da schneiden natürlich Elektromotoren sehr viel besser ab, weil man weniger Wandlungsschritte durchlaufen muss, ob man dann da bei Güterzügen noch einen extra Waggon mit Akkus dranhängen müsste, würde da auch nicht mehr so relevant sein.
Aber, wie ich ja jetzt weiß, ist das ohnehin weniger interessant, weil Güterzüge ja von vorneherein (fast) nur mit Oberleitungen fahren.
Die Rolle von Wasserstoff ist definitiv nicht in der kurzfristigen Energiespeicherung, auch da sind die Verluste einfach zu hoch, dennoch haben sie die Energiedichte als Treibstoff, die entweder vergleichbar oder besser als mit Fossilen ist (da kenn ich die Zahlen jedoch nicht) und eignen sich deswegen hervorragend für hochenergetisch industrielle Zwecke.
Danke dir auf jeden Fall nochmal für die Antwort <3