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Cake day: August 1st, 2024

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  • Auch wenn es so kommen könnte, halte ich es für einen sehr unwahrscheinlichen Fall. Statistische Daten sprechen da eine andere Sprache. Diese besagen, dass Akademiker eine höhere Lebensarbeitszeit haben als normale Facharbeiter. Dies erreichen sie, trotz längerer Ausbildung/Studium, durch weniger Arbeitslosigkeit.

    IdR können sich Akademiker (oder Handwerksmeister) durch die höheren Löhne eher ein Haus leisten als Ungelernte oder Facharbeiter.

    Das würde für mich in dieser logischen Kette bedeuten, dass Hausbesitzer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen sind, da sie idR höhere Ausbildung haben.

    Der Punkt den der Telepolisautor bringen möchte, ist mMn ein Klassistischer. Er argumentiert, dass die Menschen aus dem schutzlosen Proletariat/Prekärem rausgeholt werden sollen. Sie sollen nicht den Mächten des Lebens schutzlos ausgeliefert sein und auf die Güte des Staates hoffen. Und für mich fühlt sich ein Eigenheim auch ein wenig nach Autonomie an.

    Er kritisiert, dass der Staat erst die Bürger mündiger/autonomer/resistenter machen wollte und nun, wenn die Sozialsysteme wegen Demografie zusammenbrechen, alles rückgängig macht und diese Autonomie wegnimmt. Bzw. den kommenden, erbenden Generationen das Eigenheim wegnimmt.

    Denn dieses Gefühl nicht mehr in der Lage zu sein, sein Leben eigenständig führen zu können, dieses Gefühl radikalisiert die Menschen. Und ich fürchte, das sehen wir ja auch schon zum Teil. Viele Menschen (ausser der Oberschicht) kommen finanziell immer mehr an ihre Grenzen. Aber das ist ein anderes Thema.












  • Ich möchte da zu einem kleinen Teil widersprechen. Und zwar der Teil, dass man mit ETF‘s reich werden kann. Ein Vermögen diversifiziert man das idR, um sein Kapital zu halten, also einen Wertverlust zu verhindern.

    Das Zitat bezieht sich auf die Anlageklassen

    renditestärkere Anlageklassen wie Aktien oder Private Equity investieren

    d.h. du gehst mehr Risiken ein, mit mehr Rendite UND machst das bei mehreren riskanteren Anlageklassen. Das geht logischerweise nur mit ordentlich Spielgeld.

    Normalos ohne Spielgeld machen ETF’s. Bei ETF‘s bist du immer im Marktmittel und wirst damit nicht reicher. Im Gegenteil, mit den drei kommenden mega-IPO werden ETF-Jünger zur Kasse gebeten.

    Nur zur Klarheit: ETF‘s sind super. Das moderne Sparbuch. Sollte jeder machen. (Macht aber nicht reich)



  • Guter Artikel und schön eine andere, als die übliche Meinung zu lesen.

    Den Punkt mit dem Währungskrieg kann man nicht überbetonen, denn das macht China-Ware so günstig.

    So sehr ich die Analyse unterstütze, fehlen mir ein wenig die Hintergründe, die den starken Riesen China dann doch auf tönernen Beinen zeigt. ZB:

    • der Exportboom ist ein direktes Resultat der katastrophalen Covid-Politik und durch die Abwertung der Währung ermöglicht worden. Es gibt in China keine Binnenwirtschaft mehr, der Export muss retten
    • die Überkapazitäten sind kein Ziel, sondern unerwünschte und inzwischen katastrophale Begleiterscheinung, der 5-Jahres-Pläne
    • die Immobilienkrise (die immer noch andauert) hat das Vermögen der chin. Mittelschicht pulverisiert. Da ist mehr Wert vernichtet worden als bei der Lehmann-Banken- Staatsschulden-Krise im Westen. Geschweige den das Vertrauen in die Regierung und ihrem Aufstiegsversprechen.
    • Jugendarbeitslosigkeit auf All-time-high mit offiziell (!) um die 20%, inoffiziell vermuten manche 50%

    Da sollte die EU und Deutschland sich nicht kleinmachen und idTat mehr Trumpen Protektionismus wagen. China braucht Europa, RoW macht den Europäischen Konsum nicht wett.




  • Ich habe die Seiten der Bundesbank zur Wirtschaftslage durchgeblättert https://www.bundesbank.de/de/statistiken/konjunktur-und-preise/auftragseingang-und-bestand und folgenden Eindruck bekommen (keine Ahnung, ob fundiert):

    • die Auftragslage steigt, mehr Umsatz in Aussicht
    • Produktion weniger, Dienstleistungen mehr
    • Weniger Aufträge aus dem Ausland (sic Produktion/Export)
    • Arbeitnehmer werden weniger (Entlassungen)
    • Verbraucherpreise gehen recht krass hoch (ca 15% in letzten 3 Jahren) durch Energiekosten (stark) und Dienstleistungskosten
    • Löhne steigen auch stark (durch Sozialabgabensteigerungen und Lohnerhöhungen wegen starker Inflation)

    D.h. für mich: Ja, die Auftragsbücher sind mit höherem Umsatz als vorher. Aber, aber, aber: Im hauptsächlich Dienstleistungssektor, die ja einen hohen Lohnkostenanteil haben und auch die Preise stark erhöht haben. Es können also in Menge gleich viele Aufträge, die einfach nur teurer verkauft werden (müssen). Dadurch werden die Auftragsbücher auch voller. Denn es wird der Umsatz gezählt. Der von der Inflation aufgebläht wird. Scheint mir also ein Scheinriese zu sein. Oder Nebelbombe. Wäre meine Interpretation