Ich dachte, meine Pause sei meine Freizeit. Natürlich werde ich für diese Zeit nicht bezahlt, aber zwei Vorgesetzte haben mich bereits dafür kritisiert. Einer wollte mir eine Abmahnung erteilen, die die Gewerkschaft jedoch aufgehoben hat.
Warum interessiert es diese Leute so sehr, was ich in meiner Freizeit mache? Ich habe die beiden Manager darauf angesprochen: Der eine antwortete mir, dass es Regeln gebe, an die sich alle halten müssten. Er sagte mir, ich solle in meinen Arbeitsvertrag schauen, dort stehe, dass es mir verboten sei, während meiner Pause am Arbeitsplatz zu schlafen. Mir scheint, dass es eher ihre persönliche Vorliebe ist als alles andere und eine Art, ihre Mitarbeiter zu kontrollieren.
Der andere sagte zumindest direkt, dass es daran liege, dass er es so wolle. Zumindest hat dieser nicht gelogen.
Aber diese beiden sind deutsche Manager, und meine Frage bleibt:
Warum ist es in Deutschland verpönt, in der Arbeitspause die Augen zu schließen, um zu meditieren oder zu schlafen?
Ich arbeite nach meiner Pause auf jeden Fall besser, wenn ich mich entspannen kann, wenn ich die Augen schließen kann – nicht schlafen, aber doch –, anstatt in meiner Pause darauf achten zu müssen, ob Mitarbeiter, die Angst vor der Kündigung haben, dem Manager petzen, als wäre das hier eine Schule.
Was für mich dumm ist, ist, Kaffee trinken zu müssen, um arbeiten zu können.
Ihr seid die Deutschen. Sagt es mir.


Das kann durchaus stimmen. Der Arbeitgeber entscheidet, was du an deinem Arbeitsplatz machen darfst. Der Arbeitgeber kann aber weder bestimmen, was du in deiner Pause machst, noch wo du während deiner Pause bist.
Wenn dein Arbeitgeber nicht will, dass du am Arbeitsplatz schläfst, verlasse während der Pause halt deinen Arbeitsplatz.