Das Windrad, das an der A7 bei Kitzingen Feuer gefangen hat, brennt nicht mehr. Das hat die Polizei am Montagvormittag mitgeteilt. Das mehr als 100 Meter hohe Windrad war am Samstagabend in Brand geraten.
Natürlich gibt es unterschiedliche Dringlichkeitsstufen, aber was soll das in dem Kontext jetzt bringen? Wenn was gemeldet wird, muss da jemand hin, gucken, was los ist. Und zwar jetzt gleich. Denn morgen oder nach Feierabend ist es zu spät, da braucht man auch nicht mehr zu gucken. Und die Leute, die man da hin schickt, müssen ausreichen, um wirksam eingreifen zu können, sollte da wirklich was sein. Sonst könnte man sich den ganzen Aufwand auch gleich sparen.
Wenn man immer die gleichen Leute zu oft zu Fehlalarmen schickt, haben die irgendwann keinen Bock mehr. Und eine andere Wahl, als immer die gleichen Leute zu schicken, hat man nicht, denn das sind nun mal die Leute, die man vor Ort hat.
Spoiler: Alarmmüdigkeit bei BMA-Alarmen ist ein tatsächlich existierendes und seit Jahrzehnten mit zunehmender Anzahl und zunemendem Alter der BMA zunehmendes Problem, außerdem hat die hohe Fehlalarmquote mancherorts auch schon dazu geführt, dass BMA-Alarme vom Alarmplan her anders behandelt werden, als von menschlichen Anrufern gemeldete Brände in vergleichbaren Objekten, also da wird jetzt schon weniger hingeschickt. Insbesondere auf die automatische Mitalarmierung des Rettungsdienstes (nicht nur für eventuelle Verletzte, sondern auch zur Eigensicherung der Feuerwehr) wird da inzwischen gerne verzichtet.
Brandmeldeanlagen sind ausdrücklich zur Brandfrüherkennung an Orten gedacht, wo eine frühe Erkennung großen Schaden verhindert, oder wo eine späte Erkennung zu gefährlich wäre. (z.B. in Gebäuden, in denen viele Leute schlafen) Beides trifft für (zu allem Überfluss auch noch extrem seltene) Brände in Windkraftanlagen nicht zu, denn die Gefahr für alles Andere, als die Anlage selbst (die in dem Fall eh ein Totalschaden ist), ist verschwindend gering.
Der Gefahrenbereich durch Trümmer befindet sich immer weit außerorts, weil die Anlagen gerade aus dem Grund, dass durch Schäden Trümmer runterfallen können und bei winterlicher Witterung Eisschlag möglich ist, nur mit großzügigen Sicherheitsabständen zur Bebauung genehmigt werden. Die Leute, die sich im Gefahrenbereich aufhalten, sind durchaus zur Selbstrettung in der Lage. (irgendwie sind die ja auch in den Gefahrenbereich reingekommen, dahin fährt in der Regel kein Bus) Außerdem sind genau die Leute, die durch einen solchen Brand in Gefahr geraten könnten, auch in der Lage, ihn zu erkennen und zu melden. Denn wenn die Anlage brennt, dann raucht die auch. Und irgendwann sind sogar außen Flammen sichtbar. Das eine oder andere Geräusch macht ein solcher Brand meistens auch, und wenn der Wind richtig steht, stinkt es. Wenn also eine Gefahr für Personen besteht, dann werden die das merken und den Brand melden. Die kann man dann sogar noch bei der Aufnahme des Notrufs dazu anleiten, sich möglichst weit von der brennenden Anlage zu entfernen und andere Leute, die sie unterwegs treffen, zu warnen. Das geht im Zweifel schneller, als die dann alarmierte Feuerwehr das machen kann, denn die muss ja erst mal dort hin kommen. (Die Anlagen befinden sich weit außerorts, und sind oft nur über Feldwege erreichbar. Die gesetzlichen Hilfsfristen außerorts abseits öffentlicher Straßen sind auch in der Regel wesentlich länger, als innerorts, weil das anders gar nicht möglich wäre)
Ich bin da jetzt nicht so der Profi, aber in anderen Bereichen z.B. bei Freileitungen gibt es auch den Modus erstmal 15min warten ob die Meldung weiter Bestand hat oder die Messwerte sich normalisieren. Es wurde oben ja schon ausgeführt, dass das Löschen der WKA selber nicht praktikabel ist. Dann würde es immerhin insoweit etwas bringen, dass der Bereich rechtzeitig abgesperrt wird, Leute vor herabfallenden Trümmern geschützt werden, Straßensperrungen wie oben bei der A7 zeitnah umgesetzt werden usw.
Brandmeldeanlagen sind entweder ausgelöst oder nicht ausgelöst und lassen sich absichtlich nur vor Ort zurücksetzen. (Rechtlich darf das auch nur der Einsatzleiter, nachdem die Erkundung ergeben hat, dass es im Bereich des ausgelösten Melders nicht brennt)
Da werden außerdem keine Messwerte übertragen, sondern nur ein Auslösezustand. Und wenn die Anlage oder die Signalübertragung ausfällt (oder unangemeldet abgeschaltet wird) gilt das auch als Auslösung.
Das ist Absicht, um die Systeme möglichst ausfallsicher zu gestalten, denn deren Sinn ist es, dort eingesetzt zu werden, wo man durch ihren Einsatz große Schäden verhindern kann.
Dann würde es immerhin insoweit etwas bringen, dass der Bereich rechtzeitig abgesperrt wird, Leute vor herabfallenden Trümmern geschützt werden, Straßensperrungen wie oben bei der A7 zeitnah umgesetzt werden usw.
Es bringt keinen nennenswerten Mehrwert. Die Wahrscheinlichkeit, von Trümmern getroffen werden, ist immer noch gering. Und eine Vollsperrung einer Autobahn machst Du eh nicht von jetzt auf gleich. Der Aufwand, denn BMA in WKA verursachen würden, steht in keinem Verhältnis zum Nutzen, den man daraus zieht. Da regnet es nicht sofort und permanent im gesamten Gefahrenbereich tonnenweise Trümmer. Es besteht nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass da was runterkommen könnte. Genauso, wie einem im Wald ein Ast auf den Kopf fallen könnte.
Okay ich hab das Gefühl wir reden aneinander vorbei. Vielleicht muss es ja keine Brandmeldeanlage nach herkömmlicher Definition, Bauart und Reaktionsvorschriften sein? Vielleicht reicht ein Sensor der statt Alarm auszulösen irgendwo nach 15min anhaltendem Rauch eine Leuchte in der Leitzentrale anmacht? Muss ja nicht mal bei der Feuerwehr sein, vielleicht reicht auch die Technikzentrale beim Betreiber oder die Straßenmeisterei oder so?
Da regnet es nicht sofort und permanent im gesamten Gefahrenbereich tonnenweise Trümmer
Okay ich hab das Gefühl wir reden aneinander vorbei. Vielleicht muss es ja keine Brandmeldeanlage nach herkömmlicher Definition, Bauart und Reaktionsvorschriften sein? Vielleicht reicht ein Sensor der statt Alarm auszulösen irgendwo nach 15min anhaltendem Rauch eine Leuchte in der Leitzentrale anmacht? Muss ja nicht mal bei der Feuerwehr sein, vielleicht reicht auch die Technikzentrale beim Betreiber oder die Straßenmeisterei oder so?
Gibt es auch bei (nicht behördlich vorgeschriebenen) Brandmeldeanlagen, dass die über einen Sicherheitsdienst laufen, teils lassen die sich auch remote zurücksetzen. Im Zweifel ruft der Sicherheitsdienst aber auch einfach die Feuerwehr, ist also der gleiche Mist nur mit extra Schritten. Die machen trotzdem mehr Fehlalarme, als echte Alarme.
Auszuschließen ist das nicht hab ich das Gefühl. (zugegeben es brennt nur in einigen wenigen Clips, aber wenigstens die hätte man abgedeckt)
Wie oft passiert das? Wieviele Anlagen gibt es? Nur weil irgendwas potenziell passieren kann, muss man nicht auf eine verschwindend geringe Wahrscheinlichkeit mit riesigem Aufwand überreagieren. Das Risiko durch den Straßenverkehr auf der Autobahn selbst ist wesentlich größer, als das Risiko, beim Vorbeifahren von einem Stück Windrad erschlagen zu werden. Es reicht einfach aus, dass man sich darauf verlässt, dass die wenigen Brände in Windkraftanlagen durch Passanten gemeldet werden und dann entsprechende Maßnahmen anlaufen. Gerade, wenn eine Anlage an einem vielbefahrenen Verkehrsweg liegt, wird ein Brand in dieser auch schnell entdeckt und gemeldet.
Es lässt sich auch nicht ausschließen, dass aus einem kaputten Flugzeugklo ein gefrorener Klumpen Scheiße auf die Erde fällt und Leute erschlägt. (sogar, wenn die sich in Häusern aufhalten, denn das durchschlägt durchaus auch mal Dächer) Das passiert aber auch so selten, dass dafür keine zusätzlichen Vorkehrungen getroffen werden, weil das einfach unverhältnismäßig wäre.
Gibt es da keine Priorisierung oder Dringlichkeitsstufen?
Natürlich gibt es unterschiedliche Dringlichkeitsstufen, aber was soll das in dem Kontext jetzt bringen? Wenn was gemeldet wird, muss da jemand hin, gucken, was los ist. Und zwar jetzt gleich. Denn morgen oder nach Feierabend ist es zu spät, da braucht man auch nicht mehr zu gucken. Und die Leute, die man da hin schickt, müssen ausreichen, um wirksam eingreifen zu können, sollte da wirklich was sein. Sonst könnte man sich den ganzen Aufwand auch gleich sparen.
Wenn man immer die gleichen Leute zu oft zu Fehlalarmen schickt, haben die irgendwann keinen Bock mehr. Und eine andere Wahl, als immer die gleichen Leute zu schicken, hat man nicht, denn das sind nun mal die Leute, die man vor Ort hat.
Spoiler: Alarmmüdigkeit bei BMA-Alarmen ist ein tatsächlich existierendes und seit Jahrzehnten mit zunehmender Anzahl und zunemendem Alter der BMA zunehmendes Problem, außerdem hat die hohe Fehlalarmquote mancherorts auch schon dazu geführt, dass BMA-Alarme vom Alarmplan her anders behandelt werden, als von menschlichen Anrufern gemeldete Brände in vergleichbaren Objekten, also da wird jetzt schon weniger hingeschickt. Insbesondere auf die automatische Mitalarmierung des Rettungsdienstes (nicht nur für eventuelle Verletzte, sondern auch zur Eigensicherung der Feuerwehr) wird da inzwischen gerne verzichtet.
Brandmeldeanlagen sind ausdrücklich zur Brandfrüherkennung an Orten gedacht, wo eine frühe Erkennung großen Schaden verhindert, oder wo eine späte Erkennung zu gefährlich wäre. (z.B. in Gebäuden, in denen viele Leute schlafen) Beides trifft für (zu allem Überfluss auch noch extrem seltene) Brände in Windkraftanlagen nicht zu, denn die Gefahr für alles Andere, als die Anlage selbst (die in dem Fall eh ein Totalschaden ist), ist verschwindend gering.
Der Gefahrenbereich durch Trümmer befindet sich immer weit außerorts, weil die Anlagen gerade aus dem Grund, dass durch Schäden Trümmer runterfallen können und bei winterlicher Witterung Eisschlag möglich ist, nur mit großzügigen Sicherheitsabständen zur Bebauung genehmigt werden. Die Leute, die sich im Gefahrenbereich aufhalten, sind durchaus zur Selbstrettung in der Lage. (irgendwie sind die ja auch in den Gefahrenbereich reingekommen, dahin fährt in der Regel kein Bus) Außerdem sind genau die Leute, die durch einen solchen Brand in Gefahr geraten könnten, auch in der Lage, ihn zu erkennen und zu melden. Denn wenn die Anlage brennt, dann raucht die auch. Und irgendwann sind sogar außen Flammen sichtbar. Das eine oder andere Geräusch macht ein solcher Brand meistens auch, und wenn der Wind richtig steht, stinkt es. Wenn also eine Gefahr für Personen besteht, dann werden die das merken und den Brand melden. Die kann man dann sogar noch bei der Aufnahme des Notrufs dazu anleiten, sich möglichst weit von der brennenden Anlage zu entfernen und andere Leute, die sie unterwegs treffen, zu warnen. Das geht im Zweifel schneller, als die dann alarmierte Feuerwehr das machen kann, denn die muss ja erst mal dort hin kommen. (Die Anlagen befinden sich weit außerorts, und sind oft nur über Feldwege erreichbar. Die gesetzlichen Hilfsfristen außerorts abseits öffentlicher Straßen sind auch in der Regel wesentlich länger, als innerorts, weil das anders gar nicht möglich wäre)
Ich bin da jetzt nicht so der Profi, aber in anderen Bereichen z.B. bei Freileitungen gibt es auch den Modus erstmal 15min warten ob die Meldung weiter Bestand hat oder die Messwerte sich normalisieren. Es wurde oben ja schon ausgeführt, dass das Löschen der WKA selber nicht praktikabel ist. Dann würde es immerhin insoweit etwas bringen, dass der Bereich rechtzeitig abgesperrt wird, Leute vor herabfallenden Trümmern geschützt werden, Straßensperrungen wie oben bei der A7 zeitnah umgesetzt werden usw.
Brandmeldeanlagen sind entweder ausgelöst oder nicht ausgelöst und lassen sich absichtlich nur vor Ort zurücksetzen. (Rechtlich darf das auch nur der Einsatzleiter, nachdem die Erkundung ergeben hat, dass es im Bereich des ausgelösten Melders nicht brennt)
Da werden außerdem keine Messwerte übertragen, sondern nur ein Auslösezustand. Und wenn die Anlage oder die Signalübertragung ausfällt (oder unangemeldet abgeschaltet wird) gilt das auch als Auslösung.
Das ist Absicht, um die Systeme möglichst ausfallsicher zu gestalten, denn deren Sinn ist es, dort eingesetzt zu werden, wo man durch ihren Einsatz große Schäden verhindern kann.
Es bringt keinen nennenswerten Mehrwert. Die Wahrscheinlichkeit, von Trümmern getroffen werden, ist immer noch gering. Und eine Vollsperrung einer Autobahn machst Du eh nicht von jetzt auf gleich. Der Aufwand, denn BMA in WKA verursachen würden, steht in keinem Verhältnis zum Nutzen, den man daraus zieht. Da regnet es nicht sofort und permanent im gesamten Gefahrenbereich tonnenweise Trümmer. Es besteht nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass da was runterkommen könnte. Genauso, wie einem im Wald ein Ast auf den Kopf fallen könnte.
Okay ich hab das Gefühl wir reden aneinander vorbei. Vielleicht muss es ja keine Brandmeldeanlage nach herkömmlicher Definition, Bauart und Reaktionsvorschriften sein? Vielleicht reicht ein Sensor der statt Alarm auszulösen irgendwo nach 15min anhaltendem Rauch eine Leuchte in der Leitzentrale anmacht? Muss ja nicht mal bei der Feuerwehr sein, vielleicht reicht auch die Technikzentrale beim Betreiber oder die Straßenmeisterei oder so?
Auszuschließen ist das nicht hab ich das Gefühl. (zugegeben es brennt nur in einigen wenigen Clips, aber wenigstens die hätte man abgedeckt)
Gibt es auch bei (nicht behördlich vorgeschriebenen) Brandmeldeanlagen, dass die über einen Sicherheitsdienst laufen, teils lassen die sich auch remote zurücksetzen. Im Zweifel ruft der Sicherheitsdienst aber auch einfach die Feuerwehr, ist also der gleiche Mist nur mit extra Schritten. Die machen trotzdem mehr Fehlalarme, als echte Alarme.
Wie oft passiert das? Wieviele Anlagen gibt es? Nur weil irgendwas potenziell passieren kann, muss man nicht auf eine verschwindend geringe Wahrscheinlichkeit mit riesigem Aufwand überreagieren. Das Risiko durch den Straßenverkehr auf der Autobahn selbst ist wesentlich größer, als das Risiko, beim Vorbeifahren von einem Stück Windrad erschlagen zu werden. Es reicht einfach aus, dass man sich darauf verlässt, dass die wenigen Brände in Windkraftanlagen durch Passanten gemeldet werden und dann entsprechende Maßnahmen anlaufen. Gerade, wenn eine Anlage an einem vielbefahrenen Verkehrsweg liegt, wird ein Brand in dieser auch schnell entdeckt und gemeldet.
Es lässt sich auch nicht ausschließen, dass aus einem kaputten Flugzeugklo ein gefrorener Klumpen Scheiße auf die Erde fällt und Leute erschlägt. (sogar, wenn die sich in Häusern aufhalten, denn das durchschlägt durchaus auch mal Dächer) Das passiert aber auch so selten, dass dafür keine zusätzlichen Vorkehrungen getroffen werden, weil das einfach unverhältnismäßig wäre.