Zudem würde die 15 Meter lange Rampe dafür sorgen, dass in der Halle dann 40 Sitzplätze wegfallen. “Häufig werden solche Diskussionen nicht geführt, weil man Angst hat, als behinderten-feindlich gebrandmarkt zu werden”, sagt Palmer. Er verstehe “diesen Fetischismus nicht, dass alles exakt gleich gemacht werden muss, sonst ist man diskriminiert und ausgegrenzt.”
Oh nein, jemand der eine Behinderten feindliche Entscheidung trifft will nicht als behinderten feindlich gebrandmarkt werden. Ich wünscht er wäre auch einmal in so einer Situation wo er auf Hilfsmittel angewiesen ist und ihm diese Verwehrt werden, weil ist ja fetischistisch jedem eine Chancengleichheit zu bieten.
Art 3 (3) GG:
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Es ist nicht so deep
Ist ja hier nicht der Fall. Sie wird ja wegen Boris Palmer benachteiligt.
Warum gibt es denn von vornherein keine barrierefreie Location für so eine Veranstaltung? Wer hat da die letzten Jahrzehnte gepennt?
Es sagt ja auch viel über den Zustand der Stadt aus, wenn die Stadtverwaltung (Bauhof etc.) so überfordert damit ist eine temporäre Rollstuhlrampe zu installieren, dass man dafür ein externes Unternehmen beauftragen muss. Als wäre es das erste Mal, dass man im Stadtgebiet so eine Rampe bräuchte.
Kommt halt dabei raus, wenn Bürgermeister mehr in Talkshows und mit Interviews verbringen, als dafür zu sorgen, dass zuhause der Laden läuft.
Das klingt wirklich merkwürdig. Ich kenne die Halle nicht und im Artikel steht auch nicht welche, aber normalerweise gibt es immer eine Möglichkeit, um Equipment auf eine Bühne zu rollen. Wäre eine sehr merkwürdige Bühne, wenn da die Crew Klaviere, das gesamte Bühnenbild oder sonstige schwere Dinge per Hand hochhieven müsste. Wenn ja, dann ist das ein harter Baufehler
Ich hab mal zu viert ein Klavier (Gott sei Dank keinen Flügel) über eine Treppe auf die Bühne getragen. 3/10, würde ich nicht weiterempfehlen.
Seit gerne Böse auf mich, aber ich kann es voll nachvollziehen, für eine Minute keine 1.200 € ausgeben zu wollen (ohne jetzt zu wissen, ob das eine realistische Zahl ist). Allerdings gibt es einfach so viele Punkte, die vorher hätten bedacht werden können.
Wenn es eine feste Bühne und nicht gerade die des Bauerntheaters ist, dann hat die nen ebenerdigen Zugang. Den kann man doch irgendwie benutzen, selbst wenn man nicht direkt vom Saal darauf kommt. Wenn sie tatsächlich keinen hat (Why?), ist das einfach eine schlechte Standortwahl. Und selbst wenn es in Tübingen nur diese eine Halle gäbe, gibt es doch unzählige Möglichkeiten, die Vergabe so zu gestalten, dass niemand auf die Bühne muss. Seid doch ein bisschen einfallsreich Leute.
Meiner Meinung nach liegt die Ursache der Benachteiligung deutlich früher als jetzt bei dieser Rampe.
Es sagt ja auch viel über den Zustand der Stadt aus, wenn die Stadtverwaltung (Bauhof etc.) so überfordert damit ist eine temporäre Rollstuhlrampe zu installieren, dass man dafür ein externes Unternehmen beauftragen muss.
Das ist inzwischen üblich, denn wenn Bauhöfe was können, können private Firmen die Verwaltung verklagen, weil sie ihnen angeblich Konkurrenz machen. Denn das dürfen sie nicht. Neoliberalismus ist halt schon hart dumm.
Darum werden Stadtwerke gerne als eigene GmbH aus der Stadtverwaltung ausgelagert.
Ist auch einer der Gründe, warum Kommunen immer weniger Geld haben, denn für alle Aufträge an diese ausgelagerten Gesellschaften wird natürlich Mehrwertsteuer fällig. Und jeder Furz, den ein eigener kommunaler Dienstleister einfach auf Zuruf oder sogar unaufgefordert nebenher mit gemacht hätte, muss extra beauftragt werden, und wird dann berechnet. Außerdem müssen die als Firmen Gewinne machen. Das Outsourcing wird natürlich der Öffentlichkeit gerne als billiger verkauft, aber letztendlich spart man dann dadurch, dass man die ausgelagerten Dienstleister für weniger Aufgaben beauftragt, als man die vorherigen eigenen kommunalen Dienstleister hätte machen lassen. So verfault dann die Infrastruktur.
Außerdem müssen die als Firmen Gewinne machen
Nope, müssen sie nicht. Aber der Ausgleich eines Defizits der GmbH ist immer wieder Zankapfel in den politischen Armen dazu.
Das hätte man halt nicht, wären das einfach alles Anstalten öffentlichen Rechts geblieben. Aber womit macht man dann Theater im Stadt- oder Kreisparlament?
Wie kann ein Mensch eigentlich konstant so ein unangenehmer Arsch sein und sich trotzdem so dermaßen frech rechtfertigen?
Beides gehört zusammen.
Deutschland und seinen Kommunen gehe das Geld aus, deshalb sei Pragmatismus gefragt.
Diggi, wie wäre es, wenn Du deinen Platz im Medienlicht dafür nutzt, genau dagegen zu opponieren? Wenn du das spinst als “Wir haben Schwierigkiten Zugang zu ermöglichen, weil wir Vermögen nicht besteuern”, und dann alle darüber Artikel schreiben, wäre wenigstens irgendwas gewonnen.
Aber ne, Hauptsache Palmer ist wieder edgy “mAn DaRf GaR nIcHt MeHr SaGeN, dAsS mAn BeHiNdErTe EkLiG fInDeT”
In seiner Position hätte ich das ja notfalls aus eigener Tasche gezahlt. Das sind weniger als 10% seines monatlichen Gehalts. Aber er braucht halt die mediale Aufmerksamkeit
Boris ‘Lupenreiner Demokrat’ Palmer (🎶Er ist der Bürgermeister🎶)
Meint ihr, wenn Palme-r und Spahn zusammen ein Kind aufziehen würden, da käme etwas Gutes bei raus?
Ich finde, es werden so lange keine Sportler:innen in Tübingen geehrt bis da eine Lösung gefunden wurde. Wenn es nicht kontraproduktiv wäre (bez. OB-Ersatz), könnte man das Gleiche auch über Politikvereidigungen sagen.












