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Cake day: November 20th, 2024

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  • Das ist größtenteils eine urbane Legende. Wenn du nicht mindestens nachweislich mal irgendwo wegen Suchterkrankung stationär in Behandlung warst, dann kennen die deinen Trick und denken dann so, dass sie dir das mit einfach etwas mehr Anschreien und Erniedrigung schon austreiben, genauso wie bei Übergewichtigen, solange diese nicht schon dokumentierte Herzschäden usw. besitzen.

    Wenn du dann noch irgendeinen Beruf hast den die tatsächlich haben wollen oder sie halt ihre Kanonenfutter-Quote für den Monat noch nicht gefüllt haben, dann bist du glücklicher Besitzer einer Arschkarte.

    PS: Das verlässlichste das ich (anekdotisch) kenne um ausgemustert zu werden ist in der Jugend ambitioniert[1] Fußball zu spielen. Bis zur Musterung hast du dann eine Litanei von vom Arzt dokumentierten Kniescheibenschäden, Sehnenrissen, Gehirnerschütterungen, Schienbeinbrüchen, usw. angesammelt, dass du sehr wahrscheinlich fein raus bist.


    1. Also Fraktion “Ich nehme das Spiel ultra-ernst, weil ich will mal Profi-Fußballer werden. Bei Fußball geht es um Leben und Tod und jeder der da nicht mit 100% Selbstaufopferung heran geht hat sein Recht auf Leben verwirkt.” ↩︎



  • Es geht darum die Bevölkerung auf Militarismus einzuschwören. Ich glaube keinen Moment, dass es hier um Sicherheit geht.

    Meine Vermutung wäre, dass denen bewusst ist, dass die Ressourcen knapper werden und sie der Meinung sind, dass wir uns, statt einer Umstellung auf eine nachhaltige Wirtschaft, lieber mit Anderen um die letzten Reste die Köpfe einschlagen sollten um noch ein oder zwei Jahrzehnte Wachstumskapitalismus machen zu können. Sind ja nicht ihre Kinder die sie damit in den Tod schicken. Und wenn nicht direkt im nahen Osten, wäre Nordafrika/Zentralafrika dazu meine Schätzung, weil Frankreich da auch noch kolonialistisch Pfründe hat, die entweder aktiv von Nachbarländern bedroht werden, oder selber drohen sich von Frankreich loszusagen. Und da einige der gegnerischen Staaten/Fraktionen hier unter Russischem (oder teilweise auch Chinesischem) Einfluss stehen findet sich da sicher leicht eine Rechtfertigung, warum Deutschland jetzt im Congo verteidigt werden muss.


  • Du hast keinen Militärdienst geleistet, also kannst du auch kein Reservist sein.

    Im Verteidigungsfall (und das kann ja seit Afghanistan alles sein) können aber Personen die vorher einen Ersatzdienst geleistet haben prinzipiell auch an der Front eingesetzt werden. Z.B. zur Minenräumung, für Logistik oder was auch immer den indoktrinierten Bundeswehrlern, denen beigebracht wurde, dass Zivis ja Vaterlandsverräter sind und eigentlich im Kriegsfall direkt erschossen werden sollten, sonst noch so einfällt. Solange du dabei keine Waffe in der Hand hast und kein Kriegsgerät steuerst geht das rechtlich in Ordnung.

    So haben sie uns das zumindest damals im Zivildienstseminar vermittelt.


  • Gibt es keine besseren Indikatoren über das Wohlergehen Deutschlands?

    Das Wohlergehen Deutschlands (bzw. seiner Bürger) ist schlicht keine relevante Metrik im Wachstumskapitalismus und hat damit keinen Einfluss auf unsere Wirtschaftspolitik. Und das kann dir nicht nur ich als Sozialist sagen, sondern jeder beliebige Wirtschaftswissenschaftler. Die neoliberalen Wirtschaftswissenschaftler sagen das halt ohne Wertung und unter Schulterzucken mit dem Zusatz, dass sich das Wohlergehen des Landes und seiner Bürger schon irgendwie als Konsequenz aus dem freien Markt ergibt, trust me bro. Und wenn nicht, dann war der Markt wohl noch nicht frei genug.

    Dagegen wäre das Wohlergehen der Menschen die zentrale Metrik in einer Wohlfahrtswirtschaft, aber irgendwas, irgendwas, Linksrutsch, Kommunismus und Untergang des Abendlandes.




  • Denke ihr seit da über den Nordgrat rüber und da dann runter oder?

    Ja, gestartet von Neuhaus aus, dann hoch auf den Gipfel und dann hinten wieder runter und das Ziel war vom Spitzingsattel aus mit dem Bus zurück zu fahren.

    Bin ich leider noch nicht lang, liest sich aber auch gut.

    Besonders zu empfehlen wegen der Jägerbauernalm, eine ganz kleine Hütte mit ein paar frei rumlaufenden Tieren. Die Betreiberin ist total nett und man kann Brotzeit mit vielem selbstgemachten Zeug machen gegen “zahl was du willst”. Ist nur auch nicht besonders leicht hinzukommen. Den Jägerbauernsteig würde ich je nach aktuellem Zustand des Hangs (manchmal sind die Wege durch Erdrutsche beschädigt) eher schwerer als den Aufstieg zur Brecherspitze einschätzen.

    hab einfach immer den Bahnhof Fischhausen-Neuhaus als Start und Endpunkt genommen

    Achso, ja die Anreise mit dem Zug war bisher nie das Problem. Das ist der Grund warum wir gerne in die Schliersee/Spitzingsee Region fahren.


  • Mit der Brecherspitze hatten wir auch so ein grenzwertiges Erlebnis. Wenn ich mit meiner Partnerin Wandern gehe plane ich oft zu wenig Zeit ein, weil sie generell ein langsameres Tempo hat, Pflanzen fotografieren will usw… Wir haben uns dann anfänglich massiv in der Zeit verschätzt, und kurz vor dem Gipfel ist uns das Wasser ausgegangen. Dann haben wir die Alm auf der anderen Seite, wo wir Nachmittag etwas essen wollten nicht mehr vor Betriebsende erreicht. Wir konnten dort glücklicherweise noch unsere Wasserflaschen auffüllen, haben dann aber den letzten Bus am Spitzsingsattel um 19h knapp verpasst, weswegen wir auch noch die ganze Strecke runter nach Neuhaus gehen mussten. Wir waren dann erst zum Sonnenuntergang wieder in der Unterkunft, komplett erledigt und am nächsten Tag einen Ruhetag eingelegt.

    Aber ja, die Wanderung ist sehr zu empfehlen, genauso wie der Jägerbauernsteig zum Jägerkamp auf der anderen Seite. Wir dürften nur nicht immer so viel trödeln beim Aufstieg.

    Noch dazu ne super ÖPNV Anbindung.

    Naja, die Busse fahren in unregelmäßigen Abständen, wir wurden mehrmals an verschiedenen Haltestellen der Region einfach stehengelassen, wie schon geschrieben fährt nichts mehr nach 19h. Für ländliches Deutschland gut, aber aus Stadtbewohner-Perspektive oder für eine Tourismusregion eher dürftig. Edit: Oh und komplett überfüllt (also bis Anschlag) zu den Stoßzeiten sind die Busse auch noch.


  • Ich benutze es sehr gerne, aber habe keine Illusionen darüber, dass es primär eine gewinnorientierte Platform ist, bei der jeden Moment die Enshittification losgehen kann. Der Nachhaltigkeitsaspekt ist mehr Branding als irgendwas anderes.

    Aber aktuell ist es halt wirklich super um im Homeoffice ein warmes+kaltes Frühstück vom Buffet beim Hotel um die Ecke für einen guten Preis zu bekommen, oder die Reste von der heißen Theke bei der Metzgerei nebenan. Etwas das klassisches Food-Sharing und Spenden an die Tafel schlicht nicht abdecken. Ansonsten finde ich sollten Supermärkte & Co. weiter die non-Profit und gemeinnützigen Gruppen bevorzugen. Was über Too Good To Go an Einnahmen reinkommt ist wahrscheinlich sowieso vernachlässigbar.

    Und natürlich wäre es auch bei Too Good To Go schöner wenn es irgendeine offene, non-Profit Platform dafür gäbe, aber ich habe meine Zweifel ob sich das durchsetzen würde bevor wir da nicht gesellschaftlich mehr digitale Mündigkeit erreicht haben.


  • Hört doch bitte auf eine Katastrophe herbei zu reden.

    Er redet keine Katastrophe herbei sondern ist einfach nur realistisch. Die CDU führt die Katastrophe absichtlich herbei, weil das für sie immer noch besser ist als die Alternative (links). Eine AfD-Regierung wird kommen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Wenn nicht 2029, dann 2033 (ha!).

    Ansonsten gebe ich dir recht, man sollte nicht (nur) jammern, sondern etwas tun oder zumindest positiv immer wieder die Alternativen ins Licht rücken. Wir brauchen ein effektives, attraktives linkes Gegenangebot, selbst wenn es aktuell beim durchpropagandierten Wahlvieh keine Chance hat. Aber sobald die CDU und die AfD unweigerlich hart auf die Schnauze fliegen, muss klar sein, wer es schon die ganze Zeit gesagt hat, eigentlich die ganze Zeit damit recht hatte und in den Startlöchern steht wenn der Wähler mal seinen Scheiß auf die Reihe bekommt und aufhört sich in den eigenen Fuß zu schießen.


  • So denken diese Menschen nicht. Zuträglich für ihren Wohlstand ist ein niedriges Lohnniveau und Abbau der Arbeiterrechte. Je schneller und härter, desto besser. Frosch auf der Herdplatte war gestern. Und du kannst dich drauf verlassen, dass Merz diesen Wohlstand meint und keinen anderen. Allerhöchstens nimmt er billigend in Kauf, dass die Menschen ihn falsch verstehen und denken ihr eigener oder ein gesamtgesellschaftlicher Wohlstand wäre gemeint. Aber ich habe Zweifel dass er es überhaupt auf dem Schirm hat und nicht denkt, dass wenn sich die Armen nicht für die Reichen freuen, dann ist das Undankbarkeit und Neid.

    Und klar ist das nicht nachhaltig, auf mehreren Levels, aber die denken halt alle wie Investoren: Sie müssen nur rechtzeitig den Absprung schaffen, bevor die Guillotinen ausgepackt werden.




  • Der Trick ist, dass es zunächst hauptsächlich ungelernte Arbeiter und jene treffen wird, die von ihrem Arbeitgeber als leicht ersetzbar betrachtet werden. Mit denen gibt es dann in der breiten Bevölkerung keine Solidarität, weil “sie hätten ja was ordentliches lernen können” oder ähnliche Sprüche. Dann weitet sich die Praxis langsam aber sicher in neue Arbeitsverträge, Tarifverträge und “gute” Arbeitgeber aus, wie der 8h-Tag auch schon. Und dort wird es dir dann noch als Flexibilität verkauft werden. Du kannst auch gerne deine Vier-Tage-Woche arbeiten, kannst du dann halt keine Miete zahlen davon, aber die Option hast du (siehe negative vs positive Freiheit). Und irgendwann sitzen wir dann da, und es gibt die “normale” Bezahlung (von der man Leben kann) nur noch wenn man von 7h bis 21h in der Firma ist, wie es in China, Japan und teilweise den USA üblich ist.

    Worauf die bauen ist, dass sie uns die Solidarität schon soweit abtrainiert haben, dass wir das nicht im Keim ersticken. Und damit haben sie wahrscheinlich recht.



  • Alles was ich aus Deinem Beitrag rauslese […]

    Da ist dein Fehler. Du hast keine Ahnung wer ich bin und ich musste echt bei deinen Ausführungen kurz lachen. Meine Hoffnung für eine Verbesserung und das bestehen des Guten in diesem Land ist groß. Da ist aber das Einsteigen in die Kriegspropaganda allem was ich mir Wünsche gegenüber nur kontraproduktiv und spielt denen, die das Land zum eigenen Nutzen zum negativen entwickeln wollen in die Hände.

    Also ja, wenn du ein Feindbild brauchst, von mir aus. Wenn du irgendwelche patriotischen Bekundungen über edle Gefechte zum Schutz deiner Familie brauchst, mach das mit dir selbst aus. Tue mir aber den einen Gefallen und lass dich halt nicht ganz so hart zum Spielball machen, zum Wohl unser beider Familien. Danke.


  • Welche beiden Seiten haben denn den Krieg angezettelt? Da bin ich neugierig. Ich gehe davon aus das die eine Seite aus Deiner Sicht Putin ist (hoffentlich).

    Du kannst dir mal den Schaum vorm Mund abwischen und deine Flowchart wieder einpacken, weil das hättest du bei mir nicht gebraucht. Ich finde Putin genauso scheiße wie Jeder andere. Beim Ukrainekrieg denke ich eher in die Richtung warum man der Ukraine tröpfchenweise die Unterstützung füttert und sie in diesem Stalemate gefangen hält. Und da gibt es genug Indikationen dafür, dass das so ist, siehe das hin und her mit Starlink über die Jahre.

    Ich meinte aber nicht mal diesen Krieg, das hat dein gewaschenes Gehirn da gleich rein interpoliert. Ich meinte die Kriege, auf die wir uns mit Wehrpflicht usw. gerade vorbereiten. Um die letzten Ressourcen für uns zu sichern, oder um die Klimaflüchtlingsströme gleich in den Herkunftsländern zu ermorden. Oder glaubst du ernsthaft, dass es tatsächlich um eine edle Verteidigung gegen Putins zähnefletschende Horden an der Oder geht, und dass das nicht nur das Angstnarrativ ist, dass bei dir Consent manufacturen soll? Aber selbst wenn du dir da absolut nichts anderes vorstellen kannst als diesen LARP:

    Ich frage mich nur immer bei diesen radikal alles ablehnenden und scheisse findenden Statements was denn Dein Lösungsvorschlag wäre.

    Genau dasselbe wie jeden Abend Pinky, wir enteignen die Milliardäre, verbieten ausländische Geschäftsinteressen in der EU, versuchen unsere Solidarität zu bewahren und überführen unsere Wirtschaft von einer Wachstumswirtschaft in eine Wohlfahrtswirtschaft. Nicht dass das notwendigerweise alle Kriegsinteressen verhindert. Kann gut sein, dass uns dann die USA überfallen, für Regime-Change zurück zum Wachstumskapitalismus (nur halb /s). Aber mein Punkt war ja auch nicht, dass wir uns pazifistisch darniederlegen und unser Schicksal erwarten sollen, sondern dass ich, wenn ich den Staat verteidigen soll, bitte gerne einen Staat hätte, den ich auch verteidigen will oder zumindest eine Perspektive dahingehend. Einen Staat, der sowas wie Ideale besitzt, abseits von freie Fahrt für freie Bürger und Korruption go brrrrrrr.


  • Ich sehe mich als Teil der Gesellschaft, aber die Gesellschaft ist einfach unendlich kaputt. Kämpfen und sterben in einem Krieg bedeutet heute die, die den Krieg angezettelt haben (auf beiden Seiten) noch reicher zu machen als sie es eh schon sind und noch in ihrer Macht zu festigen. Und das wird dann ganz sicher nicht Frieden, sondern noch mehr Kriege zur Folge haben, wie könnte es das nicht?

    Wir müssten diesen Kreislauf durchbrechen und wenigstens einen ersten Schritt zu einer gerechteren Gesellschaft machen, bevor ich das auch nur erwäge diesen Staat mit meinem Leben zu verteidigen. Ansonsten sterbe ich dann lieber zuhause dabei individuell meine Mitmenschen zu verteidigen als im Militär irgendwo im Ausland bei der Verteidigung der Rheinmetall Aktienkurse.