Viel wurde bereits darüber diskutiert: Jetzt ist der neue Entwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz da, auch bekannt als Heizungsgesetz. Er sieht unter anderem vor, dass Gas- und Ölheizungen auch über das Jahr 2045 hinaus eingebaut werden dürfen.
Ich muss sagen dass ich nach etwas nachdenken zu der Meinung gekommen bin, dass Gasheizungen womöglich doch nicht ganz so schlimm sind wie man auf den ersten Blick glauben könnte.
Denn es werden in Deutschland immer mehr Gasleitungen Wasserstofftauglich gemacht, und voraussichtlich wird der Anteil von erneuerbar hergestelltem Wasserstoff am gesamten Gasmisch kontinuierlich zunehmen, bis irgendwann wahrsl ca. 100% des Gases erneuerbar sein werden. Demnach wäre die Gasheizung dann auch mit erneuerbaren Energien betrieben.
Und das ganze ist energetisch nicht mal ganz so dumm wie’s auf den ersten Blick wirkt. Denn der Strom -> Gas -> Heizung Prozessweg hat insgesamt ca. 70% Effizienz (umwandlung von Strom -> Wasserstoff samt Einspeisung ins Gasnetz hat ca. 70% Wirkungsgrad).
Demgegenüber steht die Wärmepumpe die zwar an sich schon einen Wirkungsgrad von 300% erreichen kann, aber eben nur mit Strom betrieben werden kann. D.h. wenn im Winter besonders viele Leute plötzlich die Heizung einschalten aber gleichzeitig besonders wenig Solarenergie hergestellt werden kann und Windenergie das auch nicht ganz kompensieren kann, dann kommt es zur Stromknappheit, was aller Voraussicht nach wahrscheinlich eine Rückverstromung von Wasserstoffgas bedeuten würde. Und diese Rückverstromung hat nur 40% Effizienz. Demnach hat der Prozessweg Strom -> Gas -> Strom -> Wärmepumpe insgesamt nur ca. 70% * 40% * 300% = 84% Wirkungsgrad. So viel besser als direkt mit Gas heizen ist das dann auch wieder nicht. Dafür ist die Wärmepumpe deutlich teurer in der Installation …
Demgegenüber steht die Wärmepumpe die zwar an sich schon einen Wirkungsgrad von 300% erreichen kann.
Eine Wärmepumpe arbeitet typischweise mit einem COP von 4, d.h. mit einem Teil elektrischer Energie werden 4 Teile Wärme zum Heizen “erzeugt” (3 Teile kommen aus der Umgebung, 1 Teil stammt aus der Umwandlung der aufgewandten elektrischen Energie selbst).
Dass die Zwischenspeicherung elektrischer Energie als Wasserstoff und anschließende Rückverstromung so einen lächerlich geringen Wirkungsgrad hat, macht deutlich, dass das nur eine Notlösung sein kann. Batteriespeicher haben eine deutlich größeren Wirkungsgrad. Für mit elektrischer Energie erzeugten Wasserstoff gibt es deutlich wichtigere Anwendungen in der Industrie, die sich nicht elektrifizieren lassen, als die Rückverstromung oder zum Heizen.
Ich muss sagen dass ich nach etwas nachdenken zu der Meinung gekommen bin, dass Gasheizungen womöglich doch nicht ganz so schlimm sind wie man auf den ersten Blick glauben könnte.
Denn es werden in Deutschland immer mehr Gasleitungen Wasserstofftauglich gemacht, und voraussichtlich wird der Anteil von erneuerbar hergestelltem Wasserstoff am gesamten Gasmisch kontinuierlich zunehmen, bis irgendwann wahrsl ca. 100% des Gases erneuerbar sein werden. Demnach wäre die Gasheizung dann auch mit erneuerbaren Energien betrieben.
Und das ganze ist energetisch nicht mal ganz so dumm wie’s auf den ersten Blick wirkt. Denn der Strom -> Gas -> Heizung Prozessweg hat insgesamt ca. 70% Effizienz (umwandlung von Strom -> Wasserstoff samt Einspeisung ins Gasnetz hat ca. 70% Wirkungsgrad).
Demgegenüber steht die Wärmepumpe die zwar an sich schon einen Wirkungsgrad von 300% erreichen kann, aber eben nur mit Strom betrieben werden kann. D.h. wenn im Winter besonders viele Leute plötzlich die Heizung einschalten aber gleichzeitig besonders wenig Solarenergie hergestellt werden kann und Windenergie das auch nicht ganz kompensieren kann, dann kommt es zur Stromknappheit, was aller Voraussicht nach wahrscheinlich eine Rückverstromung von Wasserstoffgas bedeuten würde. Und diese Rückverstromung hat nur 40% Effizienz. Demnach hat der Prozessweg Strom -> Gas -> Strom -> Wärmepumpe insgesamt nur ca. 70% * 40% * 300% = 84% Wirkungsgrad. So viel besser als direkt mit Gas heizen ist das dann auch wieder nicht. Dafür ist die Wärmepumpe deutlich teurer in der Installation …
Eine Wärmepumpe arbeitet typischweise mit einem COP von 4, d.h. mit einem Teil elektrischer Energie werden 4 Teile Wärme zum Heizen “erzeugt” (3 Teile kommen aus der Umgebung, 1 Teil stammt aus der Umwandlung der aufgewandten elektrischen Energie selbst).
Dass die Zwischenspeicherung elektrischer Energie als Wasserstoff und anschließende Rückverstromung so einen lächerlich geringen Wirkungsgrad hat, macht deutlich, dass das nur eine Notlösung sein kann. Batteriespeicher haben eine deutlich größeren Wirkungsgrad. Für mit elektrischer Energie erzeugten Wasserstoff gibt es deutlich wichtigere Anwendungen in der Industrie, die sich nicht elektrifizieren lassen, als die Rückverstromung oder zum Heizen.