Wüst für Merz - ein Wechsel im Kanzleramt nur etwa ein Jahr nach den Wahlen? Dieses Gerücht beschäftigt den CDU-Chef in dieser Woche wider Willen. Bei einem Auftritt in seiner Heimatstadt Arnsberg geht Merz darauf nicht ein, bemüht sich jedoch um entschlossene Worte. NRW-Ministerpräsident Wüst lässt sich nur knapp ein.
Wenn die CDU ihm intern zu verstehen gibt, dass es ein Misstrauensvotum geben wird, wenn er nicht freiwillig mitspielt, dann denke ich, dass Merz mitspielt. Gerade weil es bei ihm ein Ego-Ding ist, wird er die Umstände lieber mitbestimmen und das Gesicht wahren als als geschasster Loser-Kanzler in die Geschichtsbücher einzugehen.
Und ich bin auch der Meinung, dass das für Deutschland besser wäre. Wenn jetzt Ampel und GroKo sich nacheinander zerfleischen, werden wieder viele neue ihr Kreuzchen woanders setzen. Und das wahrscheinlichste “woanders” gefällt zumindest mir garantiert noch weniger als eine CDU-geführte Regierung.