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Sven Lehmann, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien und Abgeordneter der Grünen, sagte auf Anfrage der taz: „Ich finde es mehr als befremdlich, dass sich Weimers Pressesprecher und der Sprecher der Weimer Media Group bei Medienanfragen abgesprochen und Informationen ausgetauscht haben.“ Seit Beginn seiner Amtszeit habe Weimer es nicht geschafft, den Vorwurf einer Interessensvermischung zwischen seinem Amt als Kulturstaatsminister und als Anteilseigner der Weimer Media Group auszuräumen. „Nun zeigt sich endgültig, dass diese Vorwürfe berechtigt waren“, so Lehmann.

Aurel Eschmann vom Verein Lobbycontrol sagte: „Gerade wegen des Interessenkonfliktes wäre ein besonderer Abstand zur Weimer Media Group angebracht gewesen.“ Weimers Verhalten sei „eines demokratischen Amtsträgers unwürdig und richtet großen Schaden an.“ Bei der geschwärzten E-Mail-Adresse von Weimer müsse es sich um eine Privat- oder Geschäftsadresse handeln, für die Schwärzung seiner ministerialen Adresse gäbe es keinerlei Rechtsgrundlage, so Eschmann.